Hochtouren in Südtirol
Auf den Similiaun
Kondition ist gefragt, wenn man den 3599 m hohen Similaun besteigen möchte. Bedenkt man, dass der Ausgangspunkt auf 1700 m liegt, ist es ein leichtes sich auszurechnen wie viele Höhenmeter vor einem liegen.Nichtsdestotrotz zahlt es sich aus, den Similaun zu besteigen, schon allein wegen seines gewaltigen südseitigen Gletscherfelds.
Unternimmt man heutzutage eine Hochtour auf einen Dreitausender, kann es vorkommen, dass man das ewige Eis zwar zu sehen bekommt, aber keinen Meter darauf gehen muss. Ganz anders verhält sich das beim Aufstieg auf den Similaun: nur wenige hundert Meter von der Similaunhütte entfernt, beginnt schon die Gletscherzunge, die die Bergsteiger bis auf den Gipfel begleitet.
Detail am Rande: Jedes Jahr treiben Schnalser Schafhirten im Frühjahr und im Herbst tausende Schafe von Südtirol in Weidegründe nach Österreich und zurück: ein sehenswertes Spektakel.
Hochtour zum Similaun
Am nächsten Tag geht es kurz südseitig über Blockwerk zum Gletscher. Der Gletscher ist spaltenreich: Seil, Pickel und Steigeisen sind auf dem Similaun Pflicht. Zur Orientierung: meistens befindet sich am Ost- oder Westrand eine Steigspur. Über den scharfen Firn- oder Eisgrat geht es zum Gipfel. Bei Vereisung kann der Grat recht tückisch sein: gute Steigeisenerfahrung ist vonnöten. (2 Stunden ab Hütte)
Abstieg
Vom Similaun zurück nach Vernagt geht es auf demselben Weg. Man benötigt 4-5 Stunden dafür.Details
- Länge: 5,5 - 6 Stunden Aufstieg, 4 - 5 Stunden Abstieg
- Höhenmeter: 1300 mH bis zur Hütte, 587 mH zum Gipfel
- Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
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