Mehrtägige Wanderungen in Südtirol

Höhenwege und Fernwanderwege sind – wie der Name schon andeutet – keine Eintagestouren, sondern oft nur in mehreren Etappen zu bewältigen und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Kein Wunder, schließlich bewegt man sich bei einer derartigen Wanderung über mehrere Tage hinweg weitab von jeglicher Zivilisation in nahezu unberührter Natur, entdeckt Schönheiten der Landschaft und auch seine eigenen Grenzen. Doch eine Mehrtageswanderung in Südtirol sollte gut geplant sein. Lesen Sie hier, was Sie bei der Planung berücksichtigen sollten.

Wann ist die beste Jahreszeit für mehrtägige Wanderungen in Südtirol?

Spätsommer und Anfang Herbst. Wichtigstes Kriterium für eine mehrtägige Tour ist jedoch, dass die Hütten geöffnet haben. Informieren Sie sich bei den Hüttenwirten auch über Schneeverhältnisse und Temperatur. In den Bergen schneit es oft sogar im Sommer. Passen Sie Ihre Ausrüstung seinen Angaben an.

Was muss in meinen Rucksack?

Bei einer Mehrtagestour sollte Ihr Rucksack mindestens 25 l fassen. Denn diese Basics müssen hinein: Hüttenschlafsack, Ersatzkleidung für jedes Wetter, Mütze, Handschuhe, Socken, Wäsche, kleines Handtuch, Erste Hilfe Set, Handy (für Notfälle), Regenschutz, Bargeld, Trinkflaschen, Thermoskanne, Proviant, Sonnenschutz, Sonnenbrille, Wanderkarte, Stirnlampe oder Taschenlampe (Ersatzbatterien), Zahnbürste- und creme, Creme, Schmerztabletten, Ausweispapiere

Welchen Proviant muss ich mitnehmen?

Es gilt: Trinken ist wichtiger als Essen. Nehmen Sie also ausreichend Flüssigkeit mit. Am besten Wasser oder Natursäfte. Kohlenhydratreiche Nahrung wie Powerriegel, Traubenzucker, Obst und Schokolade sorgen für Energie. Warme, reichhaltige Speisen sowie belegte Brote für die Tagestour gibt es auf den Schutzhütten. Die Berge sind der falsche Ort für eine Diät.

Muss ich einen Schlafplatz in der Schutzhütte reservieren?

Bei Planung einer Tour sollten Sie sich zu allererst darüber informieren, ob die Schutzhütten auf Ihrer Wanderroute überhaupt geöffnet haben. Am besten machen Sie dies telefonisch. So können Sie sich gleichzeitig auch informieren, ob Schlafplätze reserviert werden müssen oder nicht. Fragen Sie früh genug nach, vor allem, wenn Sie in einer größeren Gruppe unterwegs sind.

Wie viel kostet mich eine mehrtägige Wanderung?

Also, für eine Übernachtung mit Frühstück müssen Sie ca. 30 € berappen. Je nachdem wie lange Sie unterwegs sind, bzw. wie viele Übernachtungen Sie tätigen, können Sie sich die Kosten berechnen. Vergessen Sie nicht die Ausgaben für belegte Brote, Schokolade, Tee, Abendessen etc..

Wie fit muss ich für eine mehrtägige Wanderung sein?

Wanderungen in den Bergen sind kein Training. Für eine Wanderung – vor allem eine mehrtägige Wanderung -  in den Bergen müssen Sie bereits gut trainiert sein, schließlich tragen Sie mindestens 20 kg Gewicht auf dem Rücken. D.h., bereiten Sie sich schon mehrere Wochen vor Ihrer Tour vor und bauen Sie Kondition auf.

Brauche ich einen Bergführer?

Nicht unbedingt. Das Um und Auf jeder Wanderung ist jedoch eine gewissenhafte Planung. Besorgen Sie sich früh genug Kartenmaterial und Wanderliteratur und lesen Sie sich gut ein. Sind Sie jedoch nicht sehr bergerfahren, sollten Sie sich unbedingt mit Profis in Verbindung setzen.

Wie oft am Tag sollte man Pausen einlegen?

Regelmäßig Pause einlegen ist für das Gelingen einer Wanderung sehr wichtig. Trinken und essen Sie mehrmals am Tag, auch wenn dadurch die Wanderzeit verlängert wird. Schließlich sind Sie in den Bergen um die Landschaft und die Natur zu genießen und nicht um Schnelligkeitsrekorde zu brechen.

Was tun bei Wetterumbruch?

Das Wetter schlägt in den Bergen schnell um. Sollte bereits beim Aufbruch Schlechtwetter herrschen, sollten Sie besser in der Schutzhütte auf Besserung warten. Bricht während der Tour Regen oder Gewitter ein, sollten Sie sich von alleinstehenden Bäumen, Drahtseilen und Gewässern fernhalten und in Geländemulden Zuflucht suchen.

Was tun, wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommt?

Das wichtigste ist: keine Panik! Verständigen Sie mit dem Handy die Bergrettung: Wählen Sie die 118, den Landesrettungsnotruf, und geben Sie Namen, Art der Verletzung sowie Position an. Mehr zum Notruf.

Bergheil!


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