8-Kirchen-Wanderung im Vinschgau
On Katholisch oder nicht: Die 8-Kirchen Wanderung im Vinschgau gehört zu den landschaftlich und kulturell schönsten in Südtirol!
1. St. Johannkirche
2. St. Michaelkirche
3. Pfarrkirche (St. Blasius)
4. St. Martinkirche
5. St. Antoniuskirche
6. St. Nikolauskirche
7. St. Rochuskirche
8. St. Valentinkirche
Gehzeit: ca. 2 Stunden
1.St. Johann Hospizkirche
Die Kirche St. Johann ist ein Juwel in der romanischen Kunstlandschaft, die im 12. und 13. Jh. In Form eines griechischen Kreuzes errichtet wurde. Der Chorraum und das Obergeschoss zeigen einen einzigartigen Freskenzyklus auf. Von besonderer und historischer Bedeutung sind romanische und gotische Fresken.Eine Besonderheit an der Außenmauer der Nordseite, ist ein Fresko des Hl. Christophorus, das als das älteste im Lande gilt. Ab 1264 scheint der Johanniterorden als Betreiber des Hospizes auf, das von ihm 1259 errichtet wurde. Im 17. Jh., als die Grafen Hendl die Besitzer waren, befand sich die Kirche in einem schadhaften Zustand. Unter Josef II. wurde die Kirche säkularisiert und erst 1956 wieder geweiht. Im Jahre 1837 wurde die profanierte Kirche von der Gemeinde Taufers angekauft.
2. St. Michaelskirche
Diese Kirche befindet sich neben der Pfarrkirche und wurde im Jahr 1383 das erste Mal geweiht. Die heutige Gestalt geht auf die zweite Weihe im Jahr 1493 zurück. Die zweistöckige Kirche weist im oberen Stockwerk einen Wanderker mit sehr schönen gotischen Fresken auf, die um 1500 entstanden sind. Seit dem Jahr 2000 ist in diesem Gotteshaus das Pfarrmuseum mit kostbaren sakralen Kunstdenkmälern untergebracht.3. Pfarrkirche – St. Blasius
Die Pfarrkirche zum Hl. Blasius wurde im Jahre 1201 das erste Mal erwähnt. Heute ist von der nach 1500 neu erbauten, 1512 geweihten, spätgotischen Kirche nur noch der Jahre 1511 errichtete Turm vorhanden. Im Jahre 1660 wurde die Kirche teilweise abgebrochen, wieder aufgebaut und 1665 eingeweiht. Die Wandmalereien stammen aus der Zeit des Wiederaufbaus, der Hochaltar geht auf das 17. und 18. Jh. zurück. Die Kirche wurde im Jahre 1719 um die Seitenkapelle erweitert.4. St. Martin
Im Jahr 1394 wird der Bau der St. Martinskirche erwähnt. Aus dieser Zeit stammt noch das Langhaus. Der Chor und die Leistendecke im Inneren stammen aus dem 17. Jh. Dieses Kirchlein führte nach anfänglich reicher Ausstattung während vieler Jahrhunderte ein verträumtes Dasein. Der spätgotische Flügelaltar aus der zeit um 1520, der für längere zeit in dieser Kirche stand, kann heute im Pfarrmuseum St. Michael bewundert werden. Das Glöcklein ist jüngeren Datums, das das Ursprüngliche im Jahr 1917 für Kriegszwecke eingeschmolzen wurde.5. St. Antonius
Das einfache Kirchlein wurde im Jahr 1725 eingeweiht und der Altar
stammt aus dem Jahre 1760. Die Kirche wurde im Zuge der Josephinischen
Kirchengesetze um 1780 geschlossen und wurde erst ab dem Jahre 1875
erneut für sakrale Zwecke verwendet.
6. St. Rochuskirche
Die alte St. Rochuskirche in Puntweil wurde bereits Ende des 13. Jh.
Erwähnt und ist dem Pestheiligen Rochus geweiht. Die heutige Kirche
wurde im 17. Jh. Gebaut, wobei auch der Altar und die Bilder aus dieser
Zeit stammen.
7. St. Nikolauskirche
Diese Kirche wurde um 1400 errichtet. Einige Wandgemälde stammen aus
dieser zeit, andere hingegen auch aus dem 15. Jh. Eine Kostbarkeit
stellt der spätgotische Altar dar, der mit Figuren aus dem 14. und 16.
Jh. Besetzt ist. Im Jahre 1897 fielen der Turm und die Glocke dem Feuer
des Dorfbrandes zum Opfer, der Turm konnte aufgrund der großen
Opferbereitschaft bereits im selben Jahr erneuert werden.
8. St. Valentin
Nach der Zerstörung der alten, bereits 1201 erwähnten St. Vantinskirche
oberhalb der Straße an der Calven, wurde diesem hochgeschätzten
Heiligen um 1499 eine neue Kirche errichtet der heutige Bau wurde 1521
geweiht. Der Altar und einige Statuen stammen aus der zweiten Hälfte
des 18. Jh.s, die Mittelfigur hingegen aus der zweiten Hälfte des 16.
Jh.s und die Bischofsfiguren aus dem Anfang des 14. Jh.s.
Info: tourinfo(at)taufers.it
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